Jani: Erst auf Siegeskurs, dann out

  • Musste das Rennen in Le Mans aufgeben: Vorjahressieger Neel Jani
    Musste das Rennen in Le Mans aufgeben: Vorjahressieger Neel Jani (KEYSTONE/AP/DAVID VINCENT)
18.06.2017 | 09:32

AUTOMOBIL ⋅ Nach Sébastien Buemi erwischt es beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans auch Titelverteidiger Neel Jani: Der Porsche mit Kollege André Lotterer bleibt gut dreieinhalb Stunden vor Rennende stehen.

Die Defekt-Orgie beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans ging auch am Sonntagvormittag weiter. Mit dem klar führenden Porsche von Neel Jani, André Lotterer und Nick Tandy hatte auch das sechste und letzte an der Spitze verbliebene Auto der schnellsten Rennklasse, der LMP1-Kategorie, ein grösseres Problem zu beklagen. Lotterer blieb zunächst ohne Öldruck auf der Strecke stehen, versuchte dann mit dem Hybridantrieb das Auto zurück an die Box zu bringen. Er musste dieses Unterfangen allerdings abbrechen. Porsche zog das Auto kurz vor 12.00 Uhr definitiv zurück.

Damit übernahm mit dem Oreca-Gibson des Jackie Chan DC Racing Teams ein Auto der zweithöchsten Klasse die Gesamtführung. Plötzlich wieder gute Aussichten auf den Gesamtsieg hat der zweite Porsche mit Timo Bernhard, Brendon Hartley und Earl Bamber, der früh im Rennen durch einen Wechsel der Motor-Generator-Einheit an der Vorderachse rund eine Stunde in der Box verbringen musste und drei Stunden vor Schluss nur noch zwei Runden hinter dem Führungsauto fuhr. Chancen auf einen Podestplatz hat auch das an dritter Stelle liegende Westschweizer Rebellion-Team mit dem Genfer Mathias Beche, Nelson Piquet junior und David Heinemeier Hansson.

Bereits in der Nacht hatte sich ein Drama um die favorisierten Toyotas abgespielt. Exakt in der Phase, in der sich bestätigte, dass sie dem Porsche bei tieferen Temperaturen in der Nacht überlegen sind, verloren die Japaner alle drei Autos. Zuerst fuhr Buemi mit dem rauchenden LMP1-Boliden an die Box. Sein Toyota ist unterdessen als einziger wieder auf der Strecke - aber mit 12 Runden Rückstand hoffnungslos zurück. Buemi und seine Teamkollegen Anthony Davidson und Kazuki Nakajima erlebten ein bitteres Déjà-Vu: Vor einem Jahr war ihr führender Toyota drei Minuten vor Rennende stehen geblieben.

Gut zwei Stunden nach dem Zwischenfall mit dem Auto von Buemi mussten zuerst der führende Kamui Kobayashi und später auch der drittklassierte Nicolas Lapierre ihre Toyotas mit Defekt abstellen.

Der Grund für Lapierres aus: Ein Horrorcrash mit dem Schweizer Simon Trummer im Manor-Oreca. Trummer, dessen Auto völlig zerstört im Kiesbett lag, gab am frühen Morgen nach dem Besuch im Medical Center über Twitter Entwarnung. (sda)

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