Rapperswil-Jona Lakers wollen aufsteigen

  • Rapperswils Trainer Jeff Tomlinson visiert den Aufstieg an.
    Rapperswils Trainer Jeff Tomlinson visiert den Aufstieg an. (KEYSTONE/NICK SOLAND)
13.09.2017 | 12:58

SWISS LEAGUE ⋅ Die Rapperswil-Jona Lakers machen keinen Hehl aus ihren Ambitionen in der beginnenden Swiss League: Sie wollen zurück in die oberste Liga.

Insbesondere Langenthal, Olten und Ajoie dürften aber ebenfalls ein gewichtiges Wörtchen mitreden im Kampf um den Titel in der Swiss League.

Seit dem Abstieg 2015 schaffte Rapperswil-Jona zwar zweimal den Einzug in den Final, allerdings verloren die Lakers sowohl gegen Ajoie als auch gegen Langenthal. Vor einem Jahr unterlagen die St.Galler erst im entscheidenden siebten Spiel (4:5). Diesmal soll der Meistertitel in der Swiss League Tatsache werden. Trainer Jeff Tomlinson kann gleich auf zwölf neue Spieler zählen, dem stehen zehn Abgänge gegenüber.

Die Mannschaft scheint auf dem Papier besser zu sein, insbesondere in der Verteidigung. In der vergangenen Saison kassierte Rapperswil-Jona in der Qualifikation ungenügende 139 Gegentore. Vorne holten die Lakers mit Sven Lindemann viel Erfahrung. Der 39-jährige Stürmer ist einer von nur neun Spielern, die mehr als 1000 Partien in der höchsten Schweizer Liga in den Beinen haben. Zudem weiss Lindemann wie man aufsteigt, gelang ihm dies doch mit den SCL Tigers vor zwei Jahren gegen... Rapperswil-Jona.

Langenthal blickt auf eine beeindruckende Spielzeit zurück, in der die Oberaargauer klar das beste Team waren und mehr als verdient den Titel holten. Allerdings verliessen mit Mark Kämpf (Bern), Josh Primeau (Rapperswil-Jona) und Arnaud Montandon (Ajoie) wichtige offensive Rollenspieler den Verein. Insofern wird noch mehr vom eingespielten Topsturm mit Jeff Campbell, Brent Kelly und Stefan Tschannen abhängen.

Für Olten ist nach dem Scheitern im Playoff-Viertelfinal Rehabilitation angesagt. Die Solothurner treten mit zwei neuen Ausländern an: den Amerikanern Ryan Vesce (Fribourg-Gottéron) und Tim Stapleton (Spartak Moskau). Beide spielten schon in der NHL, in der KHL sowie in der Schweiz und besitzen das Potenzial, in der Liga zu dominieren. Eine klare Aufwertung ist auch die Verpflichtung von Goalie Simon Rytz, der den Vertrag mit Biel aufgelöst hat, weil er hinter Jonas Hiller keine Perspektiven sah. Rytz bewies in seinen Einsätzen bei den Seeländern, über welche Klasse er verfügt. Zudem hatte der kurz vor den diesjährigen Playoffs verpflichtete schwedische Trainer Bengt-Ake Gustafsson nun genügend Zeit, seine Ideen einzubringen.

Modus als Vorteil für die Lakers?

Für die Lakers könnte in der Regular Season jedoch ein Vorteil sein, dass sie in den sechs Zusatzrunden je dreimal auf Thurgau und Winterthur treffen. Langenthal und Olten sind derweil in der gleichen Gruppe, zu der mit Visp ein weiteres nicht zu unterschätzendes Team gehört. Wie Olten zählen auch die Walliser auf zwei neue amerikanische Stürmer: Mark van Guilder und Dan Kissel. Da Duo spielte in der vergangenen Saison in Norwegen für die Stavanger Oilers und produzierte in 59 Partien 177 Skorerpunkte (76 Tore). Brillieren die beiden auch in der Schweiz, ist für Visp und den neun Trainer Matti Alatalo einiges möglich.

Wie viel zwei gute Ausländer ausmachen, dafür ist Ajoie der beste Beweis. Die Kanadier Jonathan Hazen und Philip-Michael Devos realisierten in den letzten beiden Saisons sagenhafte 392 Skorerpunkte (159 Treffer) und führten die Jurassier einmal zum Meistertitel sowie in diesem Frühjahr in die Halbfinals. Es spricht nichts dagegen, dass Ajoie auch in der neuen Saison Spektakel bietet und vorne mitspielt, zumal die Offensive dank den Neuzugängen Melvin Merola (Red Ice Martigny), Philipp Wüst (Olten) und Reto Schmutz (Rapperswil-Jona Lakers) noch stärker zu sein scheint.

Auch La Chaux-de-Fonds, Zweiter der vergangenen Qualifikation, dürfte trotz gewichtigen Abgängen wie Adam Hasani (Genève-Servette) oder Laurent Meunier (Fribourg-Gottéron) für die Playoffs gesetzt sein. Hockey Thurgau besitzt ebenfalls gute Karten, erneut die entscheidende Meisterschaftsphase zu erreichen. Spannend verspricht der Kampf um den 8. Platz zu werden. Für die EVZ Academy, die Ticino Rockets und Winterthur wäre die Playoff-Qualifikation eine Premiere. Die GCK Lions haben nach dem letzten Platz etwas gutzumachen. (sda)

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