WARTAU/GAMS

Besonders die Guggenmusiken sind froh

Guggenmusiken und Fussgruppen freuen sich über die neuen Regelungen für Fasnachtsumzüge. In Gams und Trübbach haben zwar vereinzelte Wagenbauer auf die Teilnahme verzichtet, dafür haben sich zusätzliche Fussgruppen und Guggen angemeldet.
10.01.2018 | 05:22
Thomas Schwizer

Thomas Schwizer

thomas.schwizer@wundo.ch

Rolf Hobi freut sich, dass mit einer Ausnahme alle Wagenbauer, die am Sonntag, 18. Februar, am Fasnachtsumzug in Trübbach teilnehmen wollten, das neue Regelblatt unterzeichnet haben – was eine Bedingung für die Teilnahme an den fünf Umzügen ist. Nur eine hat dies verweigert und nimmt deshalb nicht teil. Rolf Hobi kündigt an, dass am Umzug Verstösse gegen die erstmals geltenden Regeln kontrolliert und an die Vernunft der Fehlbaren appelliert werde.

In Gams haben sich zwei bis drei Wagengruppen abgemeldet, weil ihnen die neuen Regeln nicht passen. Bei diesen geht es einerseits um die Lärmreduktion, andererseits um die Sicherheit der schwächeren Umzugsteilnehmer und der Zuschauer.

Zusätzliche Fussgruppen haben sich angemeldet

Generell, so halten Vetsch und Hobi fest, seien die neuen Regelungen sehr positiv aufgenommen worden. Die Guggenmusiken und die Fussgruppen, die unter den teilweise ohrenbetäubenden Rhythmen aus den Barwagen gelitten hätten und von diesen übertönt worden seien, freuten sich über die neuen Regelungen, sagt Hobi.

Wohl auch deshalb haben sich in Gams 14 Guggenmusiken angemeldet, so viele wie schon lange nicht mehr. Besonders freut sich Peter Vetsch, dass eine Gruppe, die wegen der neuen Regeln diesmal auf einen Wagen verzichtet, sich dafür als Fussgruppe angemeldet hat. «Das ist kreativ und super», sagt der Gamser Fasnächtler. Ganz nach dem Motto: «Nicht jammern, sondern etwas Gutes daraus machen.»

Auch Rolf Hobi kann eine positive Mitteilung machen, welche direkt auf die verschärften Lärm- und Sicherheitsregeln an der Wa-Fa zurückzuführen ist: Eine Fussgruppe mit Kindern habe sich nach einiger Zeit Pause wieder angemeldet, weil sie sich nun wieder darauf freue, am Umzug mitzuwirken.

Sowohl in Gams als auch im Wartau dürfen sich die Zuschauer auf einen Fasnachtsumzug freuen, an dem sich insgesamt etwa gleich viele teilnehmende Gruppen präsentieren wie in den letzten Jahren. Die neuen Regelungen für Wagenbauer haben sich also auf die Teilnehmerzahl nicht negativ ausgewirkt.

Veranstalter künden gut durchmischte Umzüge an

In Gams kündigt Peter Vetsch für den Umzug vom Sonntag, 28. Januar, die vom Rettungscorps maximal zugelassene Anzahl von 20 motorisierten Gruppen mit Traktoren und Anhängern, 13 Fussgruppen und 14 Guggenmusiken an. Der Tross führt ab 13 Uhr ab der Verzweigung Gasenzenstrasse/Stegstrasse auf der Hauptstrasse durchs Dorf. Mehr Wagenbaugruppen wolle man nicht, sonst dauere der Umzug zu lange, sagt er. Es gebe jedes Jahr Neuanmeldungen, aber auch solche, die einmal pausieren.

Auch der Umzug an der Wa-Fa wird mit 30 bis 34 Gruppen in der Grössenordnung der letzten Jahre sein. Mehr könne der Stellplatz gar nicht fassen, sagt Rolf Hobi. Die Wa-Fa habe erneut das Glück, dass sie einen gut durchmischten Umzug bieten könne, an dem sich Kinder- und weitere Fussgruppen, Mottowagen und Guggenmusiken abwechseln.

Peter Vetsch und Rolf Hobi sind zuversichtlich, dass die Umzüge in Gams und Trübbach toll werden, für die teilnehmenden Gruppen wie für die Zuschauer. Sie hoffen nun auf gutes Umzugswetter und darauf, dass viele Zuschauer das fröhliche Spektakel geniessen werden.

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