AZMOOS

Auf innovatives 2018 angestossen

Am Donnerstagabend hat die Wartauer Bevölkerung an der Neujahrsbegrüssung auf das neue Jahr 2018 angestossen. Es soll innovativ werden und alle sollen dazu beitragen, wünscht sich der Gemeindepräsident.
06.01.2018 | 08:06
Thomas Schwizer

Thomas Schwizer

thomas.schwizer@wundo.ch

Beim Eintreffen der rund 50 Teilnehmenden wurde im Betagtenheim Azmoos ein Punsch zum Aufwärmen und Anstossen serviert. Dieser und der gesamte Anlass ist vom Betagtenheim und von der Kulturkommission organisiert worden. Gemeindepräsident Beat Tinner begrüsste im Namen der Gemeinde, welche die Bevölkerung zum Neujahrsapéro eingeladen hatte.

Er gab einen kleinen Ausblick auf das neue Jahr. Es werde die Gemeinde in verschiedener Hinsicht fordern. Als ein Beispiel dafür nannte er die Einführung des neuen Rechnungsmodells, mit dem sich der Gemeinderat und die Verwaltung intensiv auseinandersetzen würden. Die damit verbundene finanzielle Darstellung der Vermögenwerte der Gemeinde werde sich auf Grund der Abschreibungsquote auswirken.

Die Zukunft der Gemeinde mitgestalten

Der Gemeindepräsident bedankte sich für die Unterstützung der Bevölkerung beim Einsatz für den Erhalt der Poststelle in Trübbach. Beim Gemeindeentwicklungsprojekt gehe es nicht nur ums Bewahren, sondern darum, auch innovative Überlegungen anzustellen. Der Gemeinderat wolle mit verschiedenen Teilprojekten die Zukunft der Gemeinde Wartau gestalten. Dabei müssten neue gesetzliche Grundlagen wie das Planungs- und Baugesetz berücksichtigt werden, das eine Totalrevision der kommunalen Richt- und Zonenordnung verlangt. Spannende Teilprojekte seien auch Raumplanung, Verkehr und Mobilität, Innovation, Zusammenarbeit und Dörferentwicklung, Natur und Umwelt sowie die Finanzen, sagte Beat Tinner. Wie, und wenn ja wo, soll sich Wartau räumlich weiterentwickeln? Solche und weitere Fragen würden sich stellen.

Die Bevölkerung und diverse Anspruchsgruppen würden aktiv in die Formulierung der Zielsetzungen einbezogen. «Das breit angelegte Projekt fordert uns alle, eröffnet jedoch die gute Gelegenheit, die Zukunft der Gemeinde strukturell wie finanziell mitzugestalten», sagte Tinner weiter.

Auf Veränderungen und Innovationen angewiesen

«Traditionen pflegen ist gut», ist der Gemeindepräsident überzeugt. «Um jedoch den Wohlstand zu sichern, sind wir auf Veränderungen und Innovationen angewiesen», fügte er bei. Diese entstünden nicht von oben verordnet. Vielmehr könnten alle einen Beitrag leisten, indem an Bestehendem angeknüpft, es weiter entwickelt und Ideen zur Reife gebracht würden. Innovation werde weiterhin die Grundlage in der Bildung und für die wirtschaftliche Prosperität darstellen», betonte er im Hinblick «auf ein innovatives 2018».

Passend zur Verleihung des Prix Benevol (siehe Kasten) betonte Beat Tinner, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt ganz wesentlich von Freiwilligenarbeit und gemeinnützigem Engagement profitiere. «Auch der Staat ist auf eine starke Zivilgesellschaft angewiesen und könnte ohne Freiwillige und Milizarbeit gar nicht existieren.» Als Gemeindevertreter sei ihm dies ganz speziell bewusst. Das Milizsystem, wo möglichst jeder nach seinen Kräften der Allgemeinheit diene, sei etwas Besonderes und gehöre zur Identität der Schweiz. Gleichzeitig zeige es, dass Vielfalt eine Stärke sei. Denn in die Gemeinderäte, Vereine, Schul- und Kirchbehörden, Verbände, aber auch ins Militär und in soziale Initiativen würden verschiedenste Erfahrungen und berufliche Kompetenzen fliessen. Mit guten Rahmenbedingungen und angemessener Unterstützung von entsprechenden Initiativen, Institutionen und Fachstellen könne die Politik ihren Anteil daran leisten. Der Gemeinderat Wartau stehe dafür ein, dass dies auch so bleibe.

Gemütlich und in froher Gemeinschaft klang der gelun- gene Neujahrsapéro, durch den Gemeinderat Andreas Bernold als Präsident der Kulturkommission führte, nach der Verleihung des Prix Benevol bei einem kleinen Imbiss aus der Betagtenheim-Küche aus.

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