SHOPPING ARENA

Volle Kassen dank Gabalier

27'000 Menschen kamen zu Andreas Gabalier und überschwemmten vor dem Konzert die Shopping Arena. In den Gastronomiebetrieben blieb kein Stuhl mehr unbesetzt. Während die Restaurants "schwer profitiert" haben, hatten die Konzertbesucher in Dirndl und Lederhosn wenig Lust zum Shoppen.
19.06.2017 | 14:19
Christa Kamm-Sager
Dort, wo einmal Rasen war, gibt es derzeit nur eine braune Fläche im Kybunpark. Shopping Arena-Manager Marc Schäfer, selber mal aktiver Fussballer, hat das am Montagmorgen sofort zur Kenntnis genommen. "Ich vertraue jetzt einfach mal darauf, dass das frisch eingesäte Fussballfeld in einem Monat wieder grün ist", so Schäfer.

Tausende haben am Freitagabend zu Andreas Gabaliers Show getanzt. Ein Teil davon hat vor dem Konzert auch die Shopping Arena geflutet. "Wir sind uns von den Fussballmatches gewohnt an viele Leute, die auf einen Schlag kommen", so Schäfer. Doch die Menge von 27'000 Personen ist auch für die Shopping Arena ein aussergewöhnliches Ereignis.

Engpässe auf Toiletten

"Wir waren zwar nur am Rande beteiligt an der Grossveranstaltung, trotzdem standen wir im Vorfeld in Kontakt mit den Veranstaltern und haben Verkehrs- und Sicherheitskonzepte besprochen", so Schäfer. Das hat sich gelohnt: Wie Schäfer auf Anfrage am Montagmorgen sagt, habe alles gut funktioniert. "Die Konzertbesucher waren alle sehr zivilisiert." Engpässe habe es zeitweilig einzig bei den Toiletten gegeben. In der Shopping Arena habe vor und während des Konzertes mehr Sicherheitspersonal als sonst seine Runden gedreht. "Wir haben aber keine Extrakontrollen durchgeführt, sondern einfach die Beobachtungen verstärkt", so Schäfer.

 

"Schwer profitiert"

"Die Restaurants haben schwer profitiert vom Grossanlass", sagt der Zentrums-Leiter. Vor Konzertbeginn sei kein freier Stuhl mehr zu finden gewesen rund um die Shopping Arena, obwohl viele Restaurants Extrabestuhlung und Extrapersonal organisiert hätten. "Die Konzertbesucher waren aber nicht gross eingestellt auf Shopping, was auch verständlich ist", so Schäfer. Die Textilläden seien deshalb nicht viel stärker frequentiert gewesen als an anderen Tagen.

Minutiöser Plan

Der Rasen im Kybunpark müsse voraussichtlich Anfang August wieder parat sein. "Es gibt einen minutiösen Plan, damit er dann wieder bespielbar ist", sagt Daniel Last, Mediensprecher des FC St.Gallen. Der Rasen sei vor dem Konzert angesät worden und unter den ausgelegten Platten sei so eine Art Treibhauseffekt entstanden. Jetzt werde er nach genauem Plan bewässert. "Es gibt Stellen, wo es schon grün spriesst", so Last. Ausser, dass es an den Cateringständen teilweise zu langen Wartezeiten gekommen sei, habe er kein negatives Feedback erhalten über die Organisation des Megaanlasses.
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