WEINFELDEN

Mehr Platz für die Förster

Das Forstrevier Mittelthurgau will am Waldrand hinter der KVA einen zentralen Forsthof bauen. Derzeit liegen die Pläne für das Bauvorhaben öffentlich auf.
12.09.2017 | 07:29
Mario Testa

Mario Testa

mario.testa

@thurgauerzeitung.ch

Das Forstrevier Mittelthurgau ist eineinhalb Jahre alt. Nach dem Zusammenschluss hat es am ­ 1. Januar 2016 den Betrieb aufgenommen – was geblieben ist, sind die beiden Werkhöfe. Der eine in Berg, der andere in Bussnang. Ideal ist das für die beiden Revierförster jedoch nicht. «Wir haben relativ viele Leerläufe aufgrund der weiteren Anfahrtswege. Zudem sind die Mitarbeiter nicht alle an einem Ort anzutreffen», sagt Revierförster Hansruedi Gubler. «Mit einem zentralen Forsthof für das ganze Revier könnten wir die Abläufe deutlich verbessern, hätten das Team und den Maschinenpark an einem Ort – und der Standort in Weinfelden ist optimal, er liegt mitten im Forstrevier Mittelthurgau.»

Die Pläne für den neuen Forsthof sind fertig, sie liegen noch bis Donnerstag im Bauamt Weinfelden auf. Das Forstrevier möchte einen grossen Holzbau an der Bürglenstrasse, direkt am Waldrand, hinter der KVA erstellen. «Geplant sind ein Büro mit vier Arbeitsplätzen, ein Aufenthaltsraum, Umkleiden und sanitäre Anlagen. Dazu im höheren Gebäudeteil zwei beheizte Garagen, eine grosse Halle und eine Werkstatt für die Reparatur der kleineren Maschinen», sagt Revierförster Roman Guntersweiler. Nebst den beiden Förstern würden zehn weitere Mitarbeiter im neuen Forsthof arbeiten: Fünf Forstwarte, vier Lernende sowie ein Praktikant. «Mit dem neuen Forsthof bekommen wir einen zweckmässigen Bau mit genug Platz, es ist aber keine Luxuslösung», betont Hansruedi Gubler.

Mehr Dienstleistungen und Produkte an einem Ort

Auch für die Kunden – die Waldbesitzer und Holzkäufer – bringt der zentrale Forsthof Vorteile, sind sich die beiden Revierförster einig. «Wir können dann all unsere Dienstleistungen an einem Ort anbieten und auch unsere Produktepalette mit Holzbänken, Brennholz und Ähnlichem ausbauen», sagt Gubler.

Der 20 mal 50 Meter grosse Forsthof soll aus einheimischem Holz gebaut werden. Den Baugrund stellt die Bürgergemeinde Weinfelden dem Forstrevier im Baurechtsvertrag zur Verfügung. «Die Bürgergemeinde hat uns für den langjährigen Vertrag sehr günstige Zinsen angeboten», sagt Guntersweiler. Gibt es keine Einsprachen, rechnet er mit Baubeginn im Oktober und dem Einzug im Herbst 2018.

Leserkommentare
Weitere Artikel