«Das wird ein rechter Lupf»

  • Die Präsidentin des Verwaltungsrates der Genossenschaft Alterszentrum, Heidi Güttinger, und der Geschäftsführer des Alterszentrums, Markus Preising, vor der Alterssiedlung, die seit 50 Jahren besteht.
    Die Präsidentin des Verwaltungsrates der Genossenschaft Alterszentrum, Heidi Güttinger, und der Geschäftsführer des Alterszentrums, Markus Preising, vor der Alterssiedlung, die seit 50 Jahren besteht. (Bild: Donato Caspari)
16.06.2017 | 07:17

WEINFELDEN ⋅ Die Genossenschaft Alterszentrum plant wieder einen grösseren Umbau. Aber zunächst feiert sie am 2. Juli das 50-jährige Bestehen der Alterssiedlung.

Esther Simon

Esther Simon

esther.simon@thurgauerzeitung.ch

Beim Umbauvorhaben geht es konkret um die Modernisierung des Hauses A an der Alpsteinstrasse und die Schaffung von zusätzlichen Einzelzimmern. Diese würden immer mehr verlangt, sagte der Geschäftsführer des Alterszentrums, Markus Preising, an der ­Generalversammlung der Genossenschaft Alterszentrum vom Mittwochabend. «Es ist unsere Aufgabe, das Alterszentrum auch langfristig attraktiv zu erhalten», sagte Preising.

Neben der Schaffung von Einzelzimmern werden auch die oberen Stockwerke auf den aktuellen Standard betreffend Erdbebensicherheit gebracht. «Die Planung dieser Arbeiten war eigentlich der Auslöser für das Umbauprojekt», sagte der Geschäftsführer. In diesem Zusammenhang habe man gleich das ganze Gebäude unter die Lupe genommen.

Menschen können im Haus bleiben

Der Verwaltungsrat geht davon aus, dass der Umbau, der in drei Etappen erfolgt, von Januar 2018 bis Juni 2019 dauert. «Das wird ein rechter Lupf», sagte Heidi Güttinger, Präsidentin des Verwaltungsrates, die durch die Versammlung führte. Die etwa 54 betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner könnten während der Umbauzeit im Gebäude bleiben, wenngleich sie auch in anderen Räumen untergebracht würden, sagte Preising. Sie müssen gestaffelt aus ihren Zimmern. Nach heutigem Planungsstand müsse aber niemand länger als fünf Monate ausserhalb seines angestammten Zimmers leben. «Wir haben verschiedene Varianten geprüft. Die eine war, die Leute in Containern auf der Wiese beim Kino unterzubringen, die andere, sie in andere Heime zu verlegen. Aber diese Lösung, dass die Menschen nun im Haus bleiben können, ist doch die beste», sagte Preising. Die Versammlung vom Mittwochabend genehmigte die Jahresrechnung, die mit einem Betriebsergebnis von 757 544 Franken abschliesst. «Geld, welches das Alterszentrum brauchen kann», sagte Preising. Es werde mit Umbaukosten von über vier Millionen Franken gerechnet, sagte der Geschäftsführer gestern auf Anfrage. Die Versammlung wählte Ines Gamboni und Peter Büchel in den Verwaltungsrat. Sie ersetzen Thomas Gähwiler und Esther Michaud.

2016 beschäftigte das Alterszentrum 142 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; es gehört also zu den grösseren Arbeit­gebern in Weinfelden. 97 waren in der Pflege unter der Leitung von Alexandra Beck tätig, 45 arbeiteten in der Logistik. Im Pflegeheim wurden 135 Leute betreut, wobei 85 aus der Standortgemeinde Weinfelden stammten. «In der Bevölkerung nimmt man halt eher das Pflegeheim wahr», sagte Heidi Güttinger. Dabei kann die Alterssiedlung, die noch vor dem Pflegeheim erbaut wurde, ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Dieses Jubiläum wird am 2. Juli mit einem Festakt begangen. Als Höhepunkt steht die Eröffnung eines Jubiläumsweges bevor.

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