Die Klötze sind nur temporär

  • Der Guntershauser Baggerführer Roger Pfleghart kann derzeit vor seiner Haustüre arbeiten.
    Der Guntershauser Baggerführer Roger Pfleghart kann derzeit vor seiner Haustüre arbeiten. (Bild: Kurt Lichtensteiger)
17.06.2017 | 09:05

GUNTERSHAUSEN ⋅ Zwischen Trafostation und Kleinbasel erhält die Lützelmurg derzeit Hochwasserschutz und ökologische Aufwertung.

Kurt Lichtensteiger

Roger Pfleghart bedient den Schaufelbagger geschickt im Bereich der Uferböschung. Der Maschinist der Lommiser Ed. Vetter AG setzt derzeit im Auftrag der Gemeinde Aadorf ein Wasserbauprojekt um, das von der Firma Fröhlich Wasserbau AG aus Frauenfeld geplant wurde und nun im Bau begleitet wird.

Einem Aussenstehenden mag sein Tun fast wie ein Bubentraum vorkommen. Dabei stellt die Handhabung des schweren Raupenfahrzeuges allerlei Anforderungen an den Führer, ganz zu schweigen von dessen Verantwortung. Der Guntershauser ist an einer Stelle tätig, die er aus seiner Jugend wie seinen Hosensack kennt. «Der Bach wird nur punktuell erweitert», erklärte Pfleghart seine Arbeit. «Grossmehrheitlich geht es um die Abflachung von Uferböschungen und um eine Steinverbauung mittels sogenannten Trichter-, Lenk- und Schneckenbuhnen.» Zur Sicherung der Böschung werden auch Faschinen, will heissen Weidenbüschel, eingebaut. Temporär dienen die mitten im Bachbett befindlichen Betonelemente dazu, den Wasserdurchfluss zu halbieren, um dadurch die Eintrübung zufolge der Erdbewegungsarbeiten in Grenzen zu halten.

Verschiedene Wassertiefen und Geschwindigkeiten

«Der jetzt etwas kahl wirkende Bachabschnitt täuscht noch darüber hinweg, dass die Massnahmen ein ökologisch wertvolleres Gewässer schaffen», sagt Tobias Buser vom Amt für Wasserbau in Frauenfeld. «Es entstehen Kiesbänke, Fischunterstände, ein artenreicheres Ufergehölz und ein vielfältiges Bachbett mit verschiedenen Wassertiefen und Fliessgeschwindigkeiten. Dadurch, dass der Bach mehr Platz erhält, wird lokal auch die Hochwassersicherheit verbessert.»

Die Gesamtkosten der Revitalisierung betragen 178000 Franken, wobei Bund und Kanton 60 Prozent der Kosten über­nehmen.

Kurt Lichtensteiger

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

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