Ein königlicher Wettkampf

  • Die Bevölkerung war beim ungewöhnlichen Wettkampf gefordert.
    Die Bevölkerung war beim ungewöhnlichen Wettkampf gefordert. (Bild: Ramona Riedener)
12.09.2017 | 05:18

ERLEN ⋅ Der elfte Aachtalkönig heisst Roland Wirth. Der 49-jährige Familienvater gewinnt den Wettkampf am Erler Dorffest, an dem 30 Herren teilgenommen haben, vor Joel Kraft und Daniel Löffel.

Ramona Riedener

Ramona Riedener

bischofszell@thurgauerzeitung.ch

Bereits zum elften Mal fand am vergangenen Sonntag das beliebte Erler Dorffest statt. Wegen eines immer noch unschlüssigen Petrus entschied sich das OK des Aachtalclubs Erlen darauf, den Anlass in der Aachtalhalle durchzuführen. Die Festwirtschat mit ihrem reichhaltigen Angebot öffnete um elf Uhr. Gluschtig roch es nach Steaks und Würsten vom Grill. Aber auch Pommes frites, Hotdogs, Kuchen und Torten, allerlei Glaces sowie die traditionellen Öpfelchüechli durften an diesem Anlass, wo Kinder im Mittelpunkt stehen, nicht fehlen.

Bald aber lenkten die vielen verschiedenen Attraktionen, die für Spiel, Spass und Spannung sorgten, die jüngeren Besucher vom kulinarischen Angebot ab. Vom Kinderschminken, über Murmelspiel, Tellerwerfen, Päckli fischen bis zum Malwettbewerb und der Fahrt auf allen möglichen fahrbaren Vehikeln gab es alles, was das Kinderherz begehrte. Aber nicht nur die Kinder, auch die Erwachsenen wurden unterhalten: beim Bierhumpenstossen, Nageln oder am Töggelikasten. Zwischendurch sorgten die Musikschülerinnen und Musikschüler von Luzia Lindegger für den musikalischen Rahmen.

Spiel und Spass für die ganze Familie

Ein spezielles Highlight und vom Erler Dorffest nicht mehr wegzudenken ist der Familien-Wettkampf. 27 Eltern mit ihren Kindern nahmen teil und massen sich in den fünf Disziplinen Sackhüpfen, Ping Pong, Murmeln, Dart und Türme bauen. Wer dabei als Sieger hervorging, war eher unwichtig, denn auf alle Teilnehmer warteten tolle Preise. Und der Spassfaktor im Wettkampf um Geschicklichkeit und Schnelligkeit spielte bei den Kindern wie auch bei den Erwachsenen die grösste Rolle.

Der Höhepunkt des Tages aber war der Kampf um den Titel des 11. Aachtalkönigs. 30 Herren stellten sich der Herausforderung und starteten, in Gruppen aufgeteilt, in den Parcours mit fünf Disziplinen. Unter ihnen auch der amtierende Aachtalkönig Michael Bolt. Geschicklichkeit im Dart und Stühle stapeln, Aus­dauer im Bleistift spitzen, Glück beim Gewicht schätzen und Schnelligkeit sowie Sinn für Humor beim Wasserskilauf brauchten die Teilnehmer, um den begehrten Titel zu gewinnen.

Ein Goldvreneli und auf dem Stein verewigt

Nicht nur ein Goldvreneli, sondern die Ehre, auf dem Stein beim Aachtalkönigplatz verewigt zu werden, erwartete den Sieger. Grosse Spannung herrschte dann auch bei der Rangverkündigung. Das Rennen machte der 49-jährige Familienvater Roland Wirth aus Erlen. Hinter ihm platzierten sich Vizekönig Joel Kraft und Daniel Löffel im dritten Rang.

«Ja, das ist schon was, Aachtalkönig zu werden und auf diesem Stein verewigt zu werden. Ich wollte zuerst gar nicht am Wettkampf mitmachen. Ich habe auch überhaupt nicht damit gerechnet zu gewinnen. Jetzt aber freue ich mich sehr», sagte Roland Wirth, bevor er glücklich strahlend Preis und Gratulationen entgegennahm.

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