BUSLINIEN

Änderungen auf dem St.Galler Busnetz: Über die Spisegg nach Abtwil

Mit den VBSG nach Wittenbach und im Postauto nach Mörschwil: Wichtige Änderungen auf dem St.Galler Busnetz betreffen vor allem die Region. Neu wird sich ein VBSG-Bus durch die Spisegg winden.
16.04.2018 | 12:19
Arcangelo Balsamo

Arcangelo Balsamo

arcangelo.balsamo@tagblatt.ch

Das neue Liniennetz der Verkehrsbetriebe St.Gallen (VBSG) betrifft nicht nur den Busverkehr in der Stadt, sondern auch denjenigen in den umliegenden Gemeinden. Mit der bisherigen Linie 7 benötigten Fahrgäste über 25 Minuten, um vom St.Galler Hauptbahnhof an die Endstation Abtwil St. Josefen zu gelangen. Nun wird sogar der Takt gelichtet: Bisher verkehrte alle zehn Minuten ein Bus. Künftig wird dies nur noch im 15-Minuten-Takt der Fall sein. Geändert wird auch die Liniennummer: Aus der Linie 7 wird im Dezember die Linie 3.

Doch obwohl auf der Linie die Anzahl der Fahrten reduziert wird, verkehren ab 9. Dezember mehr Stadtbusse zwischen dem Hauptbahnhof und Abtwil. Grund dafür ist eine neue Buslinie. Der «12er» bringt die Fahrgäste während den Hauptpendlerzeiten zwischen 6 und 9 Uhr, zwischen 11 und 14 Uhr sowie zwischen 16 und 19 Uhr vom Hauptbahnhof via Spisegg nach Abtwil und verkehrt im 30-Minuten-Takt. «Der Gemeinderat ist zufrieden mit den Neuerungen; insbesondere mit der neuen Linie. Diese kommt einer Art Direktverbindung ins Zentrum gleich und ist deutlich kürzer als die bisherige Linie 7», sagt Andreas Kappler, der Gemeinderatsschreiber von Gaiserwald.

Gemeinderat rechnet mit Kosten von 45'000 Franken

In den Sitzungen zum neuen Buskonzept sei eine raschere Verbindung zwischen Abtwil und der Stadt stets das Hauptanliegen des Gemeinderates gewesen, sagt Kappler. Mit der Anpassung der Linienführung hat die Gemeinde ein langjähriges Ziel erreicht. Die neue Linie wird im Versuchsbetrieb befahren, vorläufig für drei Jahre.

Die zusätzliche Verbindung werde die Gemeinde voraussichtlich 45'000 Franken im Jahr kosten, sagt Kappler. Die Aufteilung der Kosten zwischen dem Kanton, der Stadt St.Gallen und der Gemeinde Gaiserwald ist wie folgt geregelt: «Nach Abzug der generierten Einnahmen übernimmt die Hälfte der Kosten der Kanton. Die andere Hälfte teilen sich die Stadt und die Gemeinde. Letztere übernimmt dabei 54 Prozent.»

Bisher verkehrten Postautos über die Spisegg: die Linien 120 und 121 vom Hauptbahnhof nach Engelburg und die Linie 132 zwischen Abtwil und Engelburg. Letztere sei vor allem für den Schulverkehr wichtig. Änderungen an diesen Verbindungen seien nie ein Thema gewesen, sagt der Gemeinderatsschreiber.

Postauto nach Mörschwil, Stadtbus nach Wittenbach

Die Änderungen am Busnetz der VBSG wirken sich nicht nur auf die Gemeinde Gaiserwald, sondern auch auf Wittenbach und Mörschwil aus. Wittenbach liegt künftig auf der VBSG-Linie 4. Diese wird als Durchmesserlinie betrieben und verkehrt im 15-Minuten-Takt via Hauptbahnhof St.Gallen zwischen Säntispark und Wittenbach.

Der Stadtbus ersetzt somit die bisherige Postautolinie 203. Die Streckenführung der neuen Busverbindung entspricht ab dem Hauptbahnhof bis zur Heiligkreuzstrasse derjenigen der bisherigen Linie 3 und verkehrt danach ohne Halt bis Sonnrainweg nach Wittenbach. Dass der Abschied der Postautos nicht jedem in der Gemeinde leicht fallen wird, zeigte sich bereits vor einem Jahr am FDP-Netzwerk, an dem die Bevölkerung erstmals über das geplante Vorhaben informiert wurde.

Das Gegenteil geschieht mit der Busverbindung nach Mörschwil. Neu werden auf dieser Postautos verkehren. Bisher fuhr die Linie 11 der VBSG im 15-Minuten-Takt vom Hauptbahnhof bis zur Haltestelle Kirche Mörschwil. Gemäss Walter Schwizer, Leiter Postauto Region Ostschweiz, wird der Viertelstundentakt auf dem Abschnitt St.Gallen – Mörschwil – Tübach wochentags von 6 bis 20 Uhr beibehalten. Abends und an den Wochenenden gilt der Halbstundentakt.

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