RORSCHACH

Bunter Haufen unter einem Dach vereint

Seit geraumer Zeit beleben diverse Mieter die Zwischennutzung «1000 m2» an der Mariabergstrasse 21. Es hat aber noch Platz für weitere Interessierte.
13.01.2018 | 05:19

1000 Quadratmeter. So viel Fläche Raum beinhalten die drei verschachtelten Gebäude an der Mariabergstrasse am Bahngleis. Das Grundstück gehört der Architektin Isa Stürm. In ein paar Jahren sollen dort neue Wohnungen entstehen.Bis zum Umbau des Areals dienen die Häuser als Zwischennutzung. Gemeinsam mit der St.Galler Agentur Alltag hat Stürm das Projekt «1000 m2» entwickelt. Im Sommer startete die Suche nach neuen Mietern mit kreativen Ideen, nach dem Motto «Je besser die Idee, desto günstiger die Miete». Das Projekt ist auch ein Experiment, das im Rahmen einer Stadtteilentwicklung zeigen soll, was sich die Rorschacher für das Areal wünschen.

Einige Monate später ist Leben in die Liegenschaft eingekehrt. Zahlreiche Interessenten hatten sich nach Projektstartschuss gemeldet. Zwei Drittel der Fläche sind vermietet, sagt Gloria Weiss von «Alltag». Die unterschiedlichsten Institutionen hätten im Zwischennutzungsprojekt Platz gefunden. Unter anderem das Papillon, das Studio für Bewegung und Körperarbeit, der Vespa Club Rorschach und die «Macherstube», ein junger Verein, der multimediale Projekte im Bereich Foto, Film, Animation sowie Design realisiert. Auch «Lerne etwas», eine Werkstatt, die mit Flüchtlingen arbeitet, ein Start-Up sowie ein Fotograf und ein Bildhauer sind eingezogen. «Es ist ein bunter Haufen mit viel Kreativität», sagt Weiss. Natürlich wolle man auch die restlichen Räume vermieten. «Es ist aber auch so schon ein grosser Erfolg.» Einmal im Monat treffen sich die Mieter am «Runden Tisch», um sich auszutauschen. Es sei eine richtige Gemeinschaft entstanden, sagt Weiss. Bis Sommer 2020 können die Mieter die Räume nutzen. Danach sollen diese umgestaltet werden.

Im Innenhof sind auf 300 Quadratmetern auch Parkplätze vorhanden. Weil diese willkürlich und gratis benutzt werden, hat das Projektteam Flyer verteilt. Das Team will auf die Parkfläche aufmerksam machen, aber auch darauf hinweisen, dass die Plätze zum Mieten sind. Weiss: «Die zugestellten Parkplätze sind ein Problem, das wir unterbinden wollen.» Die Plätze sind für alle da – auch für jene ausserhalb der Zwischennutzung. (woo)

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