RÜTHI

Eindrückliche Heliholzerei

Der Forstdienst hat am Valentinsberg mit Helikopterunterstützung gearbeitet. Der Heli hat beeindruckt: Schaulustige haben dem Förster danach über 300 Fotos geschickt.
10.01.2018 | 05:22

Anderthalb Stunden lang kreiste der Heli am Montag bei der Valentinskirche und flog vom Forstdienst am Hang gefällte Bäume in die Ebene hinab. Das hat Aufmerksamkeit geweckt. Nicht nur durch die Dauer des Einsatzes, sondern auch weil sich das Motorgeräusch dieses Helikopters merklich von jenem anderer unterscheidet. Der von der Balzner Rotex Helicopter AG eingesetzte Kaman K-Max ist tatsächlich aussergewöhnlich: Er hat keinen Heckrotor! Gesteuert und in der Luft stabil gehalten wird er mittels zweier gegenläufig drehender Hauptrotoren.

Die Rüthner hat der Helikoptereinsatz an ihrem Kirchenhügel beeindruckt: Innert einem Tag bekam Förster Sascha Kobler um die 300 Fotos und auch einige mit dem Handy gemachte Videos zugeschickt. Fotografiert und gefilmt wurde nicht nur vom pro­visorischen Holzlagerplatz aus, sondern von verschiedenen Orten im Dorf aus.

Den Helikopter hat die Forst Rüthi-Lienz AG beigezogen, weil die zu fällenden Bäume für Forstmaschinen nicht zugänglich waren. Hätte man die Bäume nach konventioneller Methode fällen wollen, wäre ausserdem nicht auszuschliessen gewesen, dass einzelne Bäume oder Äste in den Friedhof fallen und Gräber beschädigen. Weil dieser spezielle Helikopter kaum Abwind unter den Rotoren verursacht, können Bäume an solch heiklen Standorten bereits ans Transportseil angebunden abgesägt und gleich als Ganzes weggeflogen werden. Der Rüthner Forstdienst hat bereits bei anderer Gelegenheit auf diese Weise gearbeitet, zum Beispiel in Tobelwäldern ob dem Dorf.

Viele Eschen waren morsch

Kosten wird die Heliholzerei im Wald am Kirchhügel, der teils der politischen Gemeinde, teils der Kirchgemeinde gehört, um die 15000 Franken. Ein grosser Holzverkaufserlös steht dem nicht gegenüber. Die 30 gefällten Bäume haben bestenfalls Brennholzqualität und werden zu Hackschnitzeln verarbeitet.

Einfach stehen lassen hätte man sie aber nicht dürfen, betont Sascha Kobler. Während eines Sturms letzten Herbst waren zwei welke Eschen auf die Abdankungshalle gestürzt. Bei näherer Begutachtung zeigte sich dann, dass auch viele Bäume darum herum krank waren und eine Gefahr für den Friedhof und die Friedhofbesucher darstellten.

 

Max Tinner

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