Bieler Moschee-Prediger im Visier der Justiz

  • Der Eingang zur Ar'Rahman-Moschee in Biel.
    Der Eingang zur Ar'Rahman-Moschee in Biel. (KEYSTONE/PETER KLAUNZER)
13.09.2017 | 02:58

EXTREMISMUS ⋅ Der mutmassliche Hassprediger der Bieler Ar'Rahman-Moschee ist ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Medien werfen dem 64-jährigen Libyer vor, gegen Andersgläubige gehetzt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland habe eine Vorprüfung an die Hand genommen, erklärte Christof Scheurer von der Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern am Mittwoch auf Anfrage. Er bestätigte damit einen Bericht im "Blick".

Eine anonyme Anzeige sei eingegangen. Nun werde der Sachverhalt auf die strafrechtliche Relevanz hin geprüft. Sollte sich ein hinreichender Tatverdacht ergeben, könne dies die Eröffnung einer Untersuchung nach sich ziehen.

Die Zeitungen Bund" und "Tages-Anzeiger" sowie das Schweizer Fernsehen SRF berichteten im August, der Prediger habe in der Bieler Ar'Rahman-Moschee auf Arabisch gegen Andersgläubige gehetzt. Die Medien berufen sich dabei unter anderem auf Tonbandaufnahmen. Demnach soll der Vorbeter zur Vernichtung Andersgläubiger aufgerufen haben.

Der Beschuldigte bestritt danach in einem Interview, Menschen zur Gewalt aufgerufen zu haben. Das Zitat, auf das die beiden Zeitungen "Tages-Anzeiger" und "Der Bund" bei ihren Vorwurf stützten, sei falsch übersetzt. Er habe nicht andere Menschen angestachelt, sondern Allah, also Gott, aufgerufen, die Feinde der Religionen zu "übernehmen".

Der Mann reiste im Oktober 1998 als Flüchtling in die Schweiz ein. Den Asylstatus erhielt er 2001. Heute hat er den Ausweis C. Das Staatssekretariat für Migration widerrief die Asyl- und Flüchtlingseigenschaft des langjährigen Sozialhilfebezügers, weil der Mann angeblich im Besitze eines libyschen Passes und bereits mehrmals in sein Heimatland zurückgereist ist. (sda)

Kommentare
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geschrieben am 13.09.2017 15:17 | von Boris Kerzenmacher

Wer gegen den CH-Staat kämpfen will oder die hiesige offene demokratische Gesellschaft ablehnt und verachtet, kann das in seinem Heimatland tun, aber ohne CH-Sozialleistungen. Gleiches gilt auch für andere zugewanderte Kriminelle die hier ohnehin nur von der Soziallhilfe leben.

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geschrieben am 14.09.2017 09:36 | von Michele Vellini

Und was tun wir mit Leuten wie Ihnen, die zwar offenbar Schweizer sind, jedoch ebenfalls keine Gelegenheit auslassen, unsere Werte, unsere Demokratie, unsere Menschnrechte, Politiker, Behörden und Gerichte unablässig zu verachten und zu verteufeln, wärend Sie ständig Diktaturen als Vorbilder rühmen?`Worin unterscheiden Sie sich von diesem Prediger, abgesehen von der Religion? Er verbreitet Hass, Sie ebenfalls.
Bedingt durch Ihre 1000fach verbreiteten Leserbriefen fällt schnell auf, wie sehr Sie unsere Behörden verabscheuen, weil Ihnen Sozialgeld verweigert wurde und offenbar auch eine Anklage gegen Sie lief. Schuld an allem sind natürlich unsere Behörden und nun alle Andern, die Sozialgelder erhalten, nur niemals Sie selbst. Sie sind der letzte, der über unsere Werte und Demokratie aufklären sollte. Halten Sie sich erst mal selber an das, was Sie ständig fordern.

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geschrieben am 14.09.2017 17:22 | von christine weiss

In welchem "Heimatland" dürfen wir denn Sie anmelden, der Sie doch ständig "die hiesige offenen demokratische Gesellschaft ablehnen und verachten"? Wenigstens "ohne Sozialhilfe" funktioniert ja schon mal.

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geschrieben am 14.09.2017 21:25 | von Michele Vellini

Hauptsache in einer Diktatur oder zumindest in einem autoritären Staat mit möglichst hartem Regierungoberhaupt. Seinen Huldigungen ist zu entnehmen, dass es ihm auf den Philipinnen, in Tschetchenien oder wenigstens in Polen oder Ungarn besonders gut gefallen könnte.

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