Vermisste nach Tsunami vor Grönland

  • Die Siedlung auf der Insel Nuugaatsiaq wurde von einer Tsunamiwelle getroffen.
    Die Siedlung auf der Insel Nuugaatsiaq wurde von einer Tsunamiwelle getroffen. (KEYSTONE/EPA SCANPIX DENMARK/OLINE NIELSEN)
18.06.2017 | 17:09

ERDBEBEN ⋅ Nach einem Erdbeben und Tsunami vor der Westküste Grönlands werden vier Menschen vermisst. Sieben Menschen wurden nach bisherigen Erkenntnissen verletzt. Nach Angaben der Polizei hielten sich die Vermissten in einem Gebäude auf der Insel Nuugaatsiaq auf.

Die Insel vor der Küste mit nur etwa hundert Einwohnern war besonders von dem Tsunami betroffen. Informationen über Tote lagen bislang nicht vor. "Ich kann keine Todesopfer bestätigen, sagte Grönlands Polizeichef Bjørn Tegner Bay am Sonntag im dänischen Fernsehen.

Wie die Polizei weiter mitteilte, mussten 78 Menschen von der Insel in Sicherheit gebracht werden. Die Polizei versuche, 23 weitere Bewohner ausfindig zu machen, sagte der Polizeichef. Dies heisse aber nicht, dass sie vermisst werden. Sie könnten auf See fischen, oder sich in anderen Teilen Grönlands aufhalten.

Elf Gebäude wurden beschädigt oder weggespült, sagte Tegner Bay weiter. Bei einem der beschädigten Gebäude handle es sich um das Kraftwerk der Insel.

Das Beben mit der Stärke 4,0 ereignete sich am späten Samstag wie die Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf die dänische Bebenwarte GEUS berichtete. Das Zentrum des Erdstosses lag etwa 30 Kilometer nördlich von Nuugaatsiaq.

Überschwemmungen wurden auch von Teilen der grönländischen Küste wie Uumannaq und Illorsuit gemeldet. Ein Polizeisprecher in der Hauptstadt Nuuk sagte, es gebe keine Informationen über Verletzte. Bewohner der betroffenen Gebiete wurden aufgefordert, niedrig gelegene Gebiete zu meiden.

Die Küste der zu Dänemark gehörenden Arktis-Insel Grönland ist immer wieder von Tsunamis betroffen. Diese werden Geologen zufolge von Erdrutschen und abbrechendem Eis von schmelzenden Gletschern ausgelöst. Die 57'000 Bewohner Grönlands sind seit 2009 autonom. (sda/dpa)

Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Ein neues Posting hinzufügen

Sie dürfen noch Zeichen schreiben.
Bei jedem neuen Beitrag in dieser Diskussion erhalten Sie eine entsprechende Benachrichtigung
Füllen Sie bitte die notwendigen Felder für die Registrierung aus.

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.

Ich habe die AGB gelesen und akzeptiert.:
Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Wie viele Türen hat ein Adventskalender??
 

Meistgelesen

Marion Weibel trägt neu die Krone der Thurgauer Apfelkönigin.
Kanton Thurgau: 21.10.2017, 16:10

Marion Weibel ist neue Thurgauer Apfelkönigin

Marion Weibel ist zur 20. Thurgauer Apfelkönigin gewählt worden.
Ein ungesicherter Lichtschacht lässt sich mit einem Schraubenzieher einfach öffnen, wie Urs Bücheler von der Kantonspolizei St. Gallen demonstriert.
Schauplatz Ostschweiz: 21.10.2017, 13:37

Einbrecher hassen seine Tipps

Die Kantonspolizei St.Gallen beschäftigt Profis, die wissen, wie man Einbrechern das Leben ...
Charles Frey im Jahr 2013. Damals erschien sein letztes Buch "Die sieben Pforten des Geistes".
St.Gallen: 20.10.2017, 20:53

Akron ist tot - der St.Galler Okkultist stirbt 69-jährig

Der St.Galler Schriftsteller, Verleger und Okkultist Charles Frey, alias Akron, ist gestorben.
Nur wenige Frauen erstatten nach sexueller Gewalt Anzeige bei der Polizei.
St.Gallen: 20.10.2017, 20:35

Sexismus an der Olma - viele melden Übergriffe nicht

In den Olma-Hallen tummeln sich viele Leute. Deshalb kommt es immer wieder zu sexueller Gewalt.
«Zum Leidwesen meiner Eltern»: Philipp Eugster war schon immer vom Bösen fasziniert.
Appenzellerland: 21.10.2017, 07:54

Der Horrortyp aus Herisau

Philipp Eugster liebt Horrorfilme und wollte schon immer in einem mitspielen.
Die Ostschweizer Skigebiete wollen die Wintersportler mit ihren Angeboten überzeugen – und nicht mit Dumpingpreisen locken.
Ostschweiz: 21.10.2017, 07:31

Die Ostschweiz bleibt teuer

Saas Fee hat die Rabattschlacht am Berg lanciert – mit einem Saisonpass zum Tiefstpreis.
Die "Moschee des Lichts" nimmt Formen an. Der Rohbau steht, aktuell werden die Fenster montiert und im Innern die Böden verlegt.
Stadt Frauenfeld: 20.10.2017, 18:06

Frauenfelder Moschee - Ostschweizer Muslime wehren sich gegen Vorwürfe

Im nächsten Sommer will die Islamische Gemeinschaft in ihre neue Moschee in Frauenfeld umziehen.
Kinderbetreuung und Hausarbeit ist häufig immer noch Frauensache.
Schweiz: 21.10.2017, 10:06

Alte Rollenbilder – hüben wie drüben

Die Frau kümmert sich um Haus und Kinder, der Mann sichert das finanzielle Überleben: tradierte ...
Polizisten stehen am Rosenheimer Platz in München.
Panorama: 21.10.2017, 12:41

Messer-Attacke in München: Polizei verhaftet Verdächtigen

Nach den Messerattacken in München ist ein Verdächtiger festgenommen worden.
Christian Kuchler bereitet die Ochsenschwanz- und Wurzelschaumsuppe in der Küche der 
«Taverne zum Schäfli» zu.
Weinfelden: 21.10.2017, 11:29

Kühles Wetter, heisse Töpfe

Herbstzeit ist Suppenzeit. Vier Köche verraten ihre Lieblingsrezepte und was bei einer guten ...
Zur klassischen Ansicht wechseln