Goldener Löwe für "The Shape of Water"

  • Der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro widmete in Venedig seinen Goldenen Löwen jungen lateinamerikanischen Filmemachern.
    Der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro widmete in Venedig seinen Goldenen Löwen jungen lateinamerikanischen Filmemachern. (KEYSTONE/EPA ANSA/ETTORE FERRARI)
09.09.2017 | 19:54

FILMFESTIVAL ⋅ Der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro hat für sein fantasievolles Werk "The Shape of Water" den Goldenen Löwen am Filmfestival in Venedig gewonnen. Auch für eine Schweizer Koproduktion gab es einen Hauptpreis.

Del Toro nahm bei der Preisverleihung am Samstagabend den begehrten Goldenen Löwen entgegen und widmete die Auszeichnung jungen lateinamerikanischen Filmemachern.

"Wenn Ihr rein bleibt und dem treu bleibt, an das Ihr wirklich glaubt - in meinem Fall an Monster - könnt Ihr alles tun, was Ihr wollt", sagte Del Toro bei der Preisverleihung auf dem Lido. Es ist der erste Goldene Löwe für einen mexikanischen Regisseur. Der Film ist eine US-Produktion.

Im Mittelpunkt des fantasievollen Films "The Shape of Water" steht die Liebe zwischen einer einfachen Putzfrau und einem im Wasser lebenden Fabelwesen. Der 52 Jahre alte del Toro ("Pans Labyrinth") kreiert so eine spektakuläre Welt. Die Hauptrollen spielen die Britin Sally Hawkins und der US-Amerikaner Doug Jones. In weiteren Rollen sind Michael Shannon und Richard Jenkins zu sehen.

Preis für Schweizer Koproduktion

Der zweitwichtigste Preis des Festivals, der Grosse Preis der Jury, ging an die Schweizer Koproduktion "Foxtrot". Das Drama des israelischen Regisseurs Samuel Maoz erzählt vom Tod eines jungen Soldaten und wie seine Familie damit umgeht. Es ist eine Produktion mit Fördergeldern aus Israel, Deutschland, Frankreich und der Schweiz.

Als bester Schauspieler wurde Kamel El Basha für "The Insult" geehrt. In dem Drama von Ziad Doueiri spielt er einen palästinensischen Bauarbeiter, dessen Streit mit einem Anwohner einer Baustelle in Beirut so eskaliert, dass die libanesische Stadt fast vor einem Bürgerkrieg steht.

Die Britin Charlotte Rampling nahm die Auszeichnung als beste Schauspielerin entgegen. Die 71 Jahre alte Rampling spielt in dem Drama "Hannah" des italienischen Regisseurs Andrea Pallaoro eine einsame Frau, die ihr Leben nach der Verhaftung ihres Mannes neu ordnen muss.

Zwei Auszeichnungen für Legrand

Gleich zwei Auszeichnungen gingen an den Franzosen Xavier Legrand. Der junge Regisseur wurde für sein bedrückendes Scheidungsdrama "Jusqu’à la garde" mit dem Silbernen Löwen als Preis für die beste Regie geehrt. Zuvor hatte er bereits den Luigi-De-Laurentiis-Preis für einen Debütfilm bekommen.

Der Ire Martin McDonagh gewann die Trophäe für das beste Drehbuch - bei der Tragikomödie "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" hatte er auch Regie geführt. Der Spezialpreis der Jury wurde an "Sweet Country" des Australiers Warwick Thornton vergeben, der von Gewalt weisser Siedler an Aborigines erzählt.

Der junge US-Amerikaner Charlie Plummer wurde mit dem Marcello-Mastroianni-Preis für den besten Jungdarsteller geehrt. Der 18-Jährige spielt in dem Drama "Lean on Pete" des Briten Andrew Haigh einen verzweifelten Heranwachsenden. (sda/dpa)

Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Ein neues Posting hinzufügen

Sie dürfen noch Zeichen schreiben.
Bei jedem neuen Beitrag in dieser Diskussion erhalten Sie eine entsprechende Benachrichtigung
Füllen Sie bitte die notwendigen Felder für die Registrierung aus.

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.

Ich habe die AGB gelesen und akzeptiert.:
Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Welches der Begriffe ist ein Vorname: Laus, Klaus, Haus?
 

Meistgelesen

Drehte nach dem Spiel gegen Lugano durch: Sion-Präsident Christian Constantin.
Sport: 22.09.2017, 11:31

Jetzt spricht Constantin: "Ich fand es angemessen, Fringer mal zu massregeln"

Christian Constantin hat den ehemaligen Nati-Trainer Rolf Fringer ins Gesicht geschlagen.
Keine Chilbi-Post für Oberuzwils Bevölkerung: Ihre Exemplare landeten im Abfall.
Region Wil: 22.09.2017, 05:18

Die Post schreddert 2500 Werbebroschüren für die Bichwiler Chilbi

2500 Haushalte in der Gemeinde Oberuzwil hätten mit einer über 20-seitigen Werbebroschüre für ...
Am Donnerstag wurde in der Kathedrale Abschied vom St.Galler Stadtrat Nino Cozzio genommen.
St.Gallen: 21.09.2017, 16:32

St.Gallen nimmt Abschied von seinem Stadtrat Nino Cozzio

Eine selten grosse Trauergemeinde hat in der Kathedrale Abschied genommen von Nino Cozzio.
Das Kultur- und Eventzentrum in der Kirche St.Leonhard lässt auf sich warten.
St.Gallen: 21.09.2017, 21:57

St.Leonhardskirche ist ein unrühmliches Beispiel

Vor bald zehn Jahren brannte in St.Gallen die Kirche St. Leonhard.
So sah der Bahnhofsplatz vor rund einem Monat aus.
St.Gallen: 22.09.2017, 12:10

Busse fahren wieder auf dem St.Galler Bahnhofplatz

Nun gilt es, sich umzuorientieren: Ab dem 2. Oktober 2017 ist der Öffentliche Verkehr zurück auf ...
Reto Scherrer ist zum dritten Mal Vater geworden.
Kanton Thurgau: 21.09.2017, 11:04

Zwei Babys an einem Tag

Radio- und Fernsehmoderator Reto Scherrer 42 und seine Ehefrau Melanie 34 wurden zum dritten Mal ...
In Rüthi ist es zu einem tödlichen Unfall gekommen.
Unfälle & Verbrechen: 22.09.2017, 10:38

E-Bike-Fahrerin in Rüthi stirbt nach Unfall mit Lastwagen

Am Freitagmorgen hat sich in Rüthi ein Unfall zwischen einem E-Bike und einem Lastwagen ereignet.
Die wohl berühmteste Wutrede im Fussballgeschäft: Giovanni Trappatoni 1998.
Fussball: 22.09.2017, 10:13

"Heb de Schlitte, du huere Schissdrägg" und andere Ausraster in der Fussballgeschichte

"Was erlauben Strunz?", "GC isch Rekordmeister" oder "Ich haue dir in die Fresse, du Dreckschwein".
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat US-Präsident Donald Trump nach dessen jüngsten Drohungen gegen sein Land gewarnt, er werde dafür "teuer bezahlen". (Archivbild)
International: 22.09.2017, 06:23

Kim Jong Un zu Trump: "Geisteskranker, dementer Greis"

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un will US-Präsident Donald Trump für dessen Drohungen ...
Keith Richards von den Rolling Stones an der Gitarre im Zürcher Letzigrund.
Kultur: 21.09.2017, 07:43

Rolling Stones: Die Magie ist verflogen

Am Mittwochabend sind die Rolling Stones im Letzigrund-Stadion in Zürich aufgetreten.
Zur klassischen Ansicht wechseln