Trump gibt Teileinblick in sein Portemonnaie

  • Grosses Firmengeflecht: US-Präsident Donald Trump lässt sich teilweise in seine Geldschatulle schauen.
    Grosses Firmengeflecht: US-Präsident Donald Trump lässt sich teilweise in seine Geldschatulle schauen. (KEYSTONE/AP/EVAN VUCCI)
17.06.2017 | 00:53

USA ⋅ Donald Trump hat erstmals als US-Präsident teilweise Einblick in seine Finanzen aus dem Jahre 2016 gegeben. Der Präsident reichte am 14. Juni ein Formular bei der Ethik-Organisation Office for Government Ethics ein, das diese am Freitag publizierte.

Darin ist ersichtlich, dass Trump über ein Firmengeflecht von 565 Einzelfirmen verfügt. Die meisten Chefposten bei den Unternehmen gab er am 19. Januar 2017 ab - einen Tag vor seiner Amtseinführung. Aus anderen Positionen hatte er sich dem Papier zufolge bereits früher zurückgezogen.

Trump war zur Offenlegung nicht verpflichtet. Genaue Angaben über seine finanzielle Situation oder über bestimmte Geschäfte sind in dem Formular ohnehin nicht ersichtlich. Er macht allerdings Angaben zur Bandbreite von Einnahmen und Ausgaben.

Deutlich wird in dem Dokument, dass Trump Schulden zur Jahresmitte in Höhe von mindestens 315,6 Millionen Dollar hat. Ein Grossteil der Verbindlichkeiten befindet sich bei der Deutschen-Bank-Gruppe.

Die Schulden des Immobilienmilliardärs bei der US-Tochter Deutsche Bank Trust Company America beliefen sich demnach auf mindestens 130 Millionen Dollar, davon alleine mehr als 50 Millionen für das historische Old Post Office in der Nähe des Weissen Hauses in Washington, das kürzlich in ein Hotel umgewandelt wurde.

Aus den Unterlagen des Büros für Regierungsethik geht zudem hervor, dass sich Trumps Schulden beim Gewerbeimmobilien-Kreditgeber Ladder Capital auf mindestens 110 Millionen Dollar summieren.

Neben Soll auch Haben

Demgegenüber stehen Einkünfte für 2016 und Anfang 2017 von mindestens 594 Millionen Dollar und Vermögenswerte von mindestens 1,4 Milliarden Dollar. Deutlich wurde ausserdem, dass er knapp 20 Millionen Dollar mit dem neu eröffneten Trump-Hotel in Washington verdiente.

Die Unterlagen sind nicht annähernd so detailliert wie ein Steuerbescheid, dessen Veröffentlichung Trump weiterhin schuldig bleibt. In den USA war es für US-Präsidenten sowie für Bewerber für das Amt bisher üblich, diese Unterlagen zu veröffentlichen und der Öffentlichkeit einen exakten Einblick in die Finanzen zu geben.

Trump begrüsse die Gelegenheit, freiwillig seine persönlichen Finanzen offenzulegen, erklärte das Präsidialamt.

oge.app.box.com/s/kz4qvbdsbcfrzq16msuo4zmth6rerh1c (sda/dpa/reu)

Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Ein neues Posting hinzufügen

Sie dürfen noch Zeichen schreiben.
Bei jedem neuen Beitrag in dieser Diskussion erhalten Sie eine entsprechende Benachrichtigung
Füllen Sie bitte die notwendigen Felder für die Registrierung aus.

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.

Ich habe die AGB gelesen und akzeptiert.:
Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Wie viele Türen hat ein Adventskalender??
 

Meistgelesen

Alois Brändle in seiner Wohnung in Goldach: Das Sauerstoffgerät ist sein ständiger Begleiter.
Ostschweiz: 21.08.2017, 07:15

"Über mir brach alles zusammen"

Alois Brändle leidet an der Lungenkrankheit COPD. Die sogenannte Raucherlunge ist weltweit eine ...
Florian Ast wohnt zeitweise in Abtwil - der Liebe wegen.
Region St.Gallen: 21.08.2017, 10:06

Florian Ast ist jetzt ein bisschen Abtwiler

Er ist einer der Grossen der Schweizer Musikszene.
St. Gallen für einmal im gegnerischen Strafraum: Karim Haggui springt höher als Grasshoppers-Verteidiger Emil Bergström.
FC St.Gallen: 20.08.2017, 17:44

Harmlose St. Galler in Zürich fast ohne Chance

Weil der Auftritt des FC St. Gallen lange ohne Durchschlagskraft ist, kassiert er bei den zuvor ...
Boris Tschirky in der Neugasse vor dem Amtshaus.
Ostschweiz: 21.08.2017, 11:51

Hat der Grosse auch die Grösse?

Der Gaiserwalder Gemeindepräsident Boris Tschirky gilt als Kronfavorit.
Motocross birgt Gefahren - am Sonntag ging ein Unfall tödlich aus.
Sport: 21.08.2017, 11:10

Thurgauer stirbt bei Motocross-Unfall

Tödlicher Unfall bei einer Motocross-Veranstaltung im Kanton Schaffhausen: Ein 48-jähriger ...
Beim Abstieg löste sich ein Stein, an dem sich die 30-Jährige festhielt. Die Frau stürzte daraufhin rund 25 Meter hinunter und blieb im auslaufenden Gelände liegen.
Unfälle & Verbrechen: 21.08.2017, 11:27

Wanderin stürzt bei Follaplatta in die Tiefe

Eine 30-jährige Wanderin ist am Sonntagmittag bei der Follaplatta abgestürzt, nachdem sie mit ...
Polizisten untersuchen eine der Bushaltestellen, an denen am Montag ein Mann Passanten angefahren hat.
Panorama: 21.08.2017, 13:02

Wagen in Bushaltestelle gefahren

Ein Auto ist am Montag in Marseille in zwei Bushaltestellen gerast.
Nyali gilt als nobler Stadtteil Mombasas. Auf der Fahrt dorthin wurde offenbar ein Schweizer Touristenpaar getötet und in Tüchern gewickelt am Strassenrand liegengelassen. (Themenbild)
Panorama: 20.08.2017, 19:26

Schweizer Paar in Kenia getötet

In der kenianischen Küstenstadt Mombasa ist am Sonntag ein Schweizer Touristenpaar tot ...
Andreas Nöckl (links) und Manuel Würth setzen ihren Grill in Szene.
Gossau: 21.08.2017, 05:17

Grillieren wie in Argentinien

Andreas Nöckl und Manuel Würth produzieren in Lömmenschwil Grills nach argentinischem Vorbild.
Fit genug für das Präsidialamt? Die demokratische Angeordnete Lofgren will Trump auf Anzeichen von Demenz hin prüfen lassen.
International: 20.08.2017, 18:32

Parlamentarierin will Demenz-Test für Trump

Die demokratische US-Abgeordnete Zoe Lofgren will Präsident Donald Trump dazu zwingen, sich ...
Zur klassischen Ansicht wechseln