Protest gegen Schliessung griechischer Minen

  • Polizei hindert die Minenarbeiter am Sturm aufs Umweltministerium
    Polizei hindert die Minenarbeiter am Sturm aufs Umweltministerium (KEYSTONE/AP InTime News/YANNIS LIAKOS)
13.09.2017 | 14:52

GRIECHENLAND ⋅ Dutzende griechische Bergarbeiter haben am Mittwoch den Eingang des Umweltministeriums in Athen gestürmt. Sie protestierten gegen die drohende Schliessung von Goldminen im Norden Griechenlands.

Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Demonstranten daran zu hindern, auf die oberen Stockwerke des Ministeriums zu gelangen, berichtete das Staatsradio (ERT).

Grund für die Ausschreitungen: Aus Protest gegen bürokratische Hemmnisse will das kanadische Unternehmen Eldorado Gold die Grabungs- und Ausbauarbeiten in der Region Chalkidiki vom 22. September an grösstenteils einstellen. Eldorado Gold begründete seine Entscheidung mit "Verspätungen der griechischen Regierung bei der Ausgabe von Lizenzen".

Nach einem Treffen mit Vertretern der Bergarbeiter sagte Umwelt- und Energieminister Giorgos Stathakis, der Streit mit Eldorado werde bei einer Schlichtung gelöst. Mit einem Ergebnis wird aber erst nach zwei bis drei Monaten gerechnet.

Der Ärger auf der nordgriechischen Halbinsel Chalkidiki dauert seit der Machtübernahme durch die Links-Rechts-Regierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras Anfang 2015 an. Unter dem Druck von Gerichtsentscheidungen, die dem kanadischen Unternehmen Recht gaben, änderte die Regierung ihre Politik und erteilte 2016 einige Baugenehmigungen.

In den vergangenen Monaten gab es aber wieder Hindernisse. Eldorado Gold hat eigenen Angaben zufolge bisher etwa 2,5 Milliarden Euro in Chalkidiki investiert und knapp 2400 Menschen eingestellt. (sda/dpa)

Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Ein neues Posting hinzufügen

Sie dürfen noch Zeichen schreiben.
Bei jedem neuen Beitrag in dieser Diskussion erhalten Sie eine entsprechende Benachrichtigung
Füllen Sie bitte die notwendigen Felder für die Registrierung aus.

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.

Ich habe die AGB gelesen und akzeptiert.:
Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Wie viele Türen hat ein Adventskalender??
 

Meistgelesen

Bundesratskandidat Ignazio Cassis, FDP-TI, Mitte, lacht, waehrend er von Celine Amaudruz, SVP-GE, begruesst wird, waehrend der Ersatzwahl in den Bundesrat durch die Vereinigte Bundesversammlung, am Mittwoch, 20. September 2017 im Nationalratssaal in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Schweiz: 20.09.2017, 10:09

Ignazio Cassis ist der 117. Bundesrat der Schweiz

Der neue Bundesrat heisst Ignazio Cassis. Die Vereinigte Bundesversammlung hat den 56-jährigen ...
Der Patron und sein Nachfolger: Peter Spuhler (links) und Thomas Ahlburg.
Wirtschaft: 20.09.2017, 08:59

Das Ende einer Ära: Stadler-CEO Peter Spuhler tritt ab

Peter Spuhler ist ab Beginn des kommenden Jahres nicht mehr CEO des Thurgauer ...
Peter Spuhler.
Kanton Thurgau: 20.09.2017, 13:50

"Es wird nie einen Bundesrat Peter Spuhler geben"

Am Morgen, als in Bern die Wahl des Nachfolgers von Bundesrat Didier Burkhalter anstand, hat ...
Lukas Stüble mit Mia und vier neuen Tickets.
Schauplatz Ostschweiz: 20.09.2017, 05:21

Hund zerkaut Rolling-Stones-Tickets

Eine St.Galler Familie kauft für 1400 Franken Billette für das heutige Rolling-Stones-Konzert im ...
Geschäftsführer Markus Rusch in der Druckereihalle. Die 6-Farben-Druckmaschine (im Hintergrund) soll verkauft werden.
Appenzellerland: 20.09.2017, 07:18

«Druckbranche ist kaputt»

Dieser Tage erfuhren die Mitarbeitenden der Appenzeller Druckerei AG von einem Stellenabbau.
Schweiz: 20.09.2017, 12:16

"Jetzt ist die Ostschweiz an der Reihe"

Chefredaktor Stefan Schmid beantwortet vier drängende Fragen nach der Wahl von Ignazio Cassis ...
Pascal Hollenstein Leiter Publizistik Regionalmedien.
Schweiz: 20.09.2017, 09:27

"Cassis ist die einzig richtige Wahl"

Der publizistische Leiter Pascal Hollenstein schreibt in seinem Kommentar: "Gewonnen hat der ...
Das Obergericht kam zum Schluss, dass die Äusserungen gegen SVP-Mann Hermann Lei zwar «nicht gerade Nettigkeiten» waren. Aber da diese in einem aktuellen Zusammenhang geäussert worden seien, seien die Kommentare somit Teil einer öffentlichen, politischen Debatte gewesen.
Kanton Thurgau: 19.09.2017, 20:56

Lei darf als "Dummkopf" bezeichnet werden

«Dreckslügner», «Dummkopf» und «Krimineller»: Ein 60-jähriger IV-Rentner beschimpfte den ...
Rettungsarbeiten bei der eingestürzten Schule Enrique Rebsamen in Mexiko-Stadt
Panorama: 19.09.2017, 20:55

Weit über 200 Tote bei Beben in Mexiko

Bei einem Erdbeben in Mexiko sind weit über 200 Personen getötet worden, darunter Dutzende Kinder.
Können die St.Galler neben Leader Basel bestehen?
Statistik: 19.09.2017, 19:53

Basel wirkt verwundbar

Für die St.Galler gab es zuletzt bei den Besuchen vom Serienmeister FC Basel nicht viel zu Lachen.
Zur klassischen Ansicht wechseln