Nordkorea will Atomprogramm beschleunigen

  • Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bei der Besichtigung einer mutmasslichen Wasserstoffbombe.
    Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bei der Besichtigung einer mutmasslichen Wasserstoffbombe. (KEYSTONE/AP KCNA via KNS)
13.09.2017 | 04:42

NORDKOREA ⋅ Die Regierung Nordkoreas hat die jüngsten UNO-Sanktionen im Konflikt um ihr umstrittenes Atomprogramm als "Provokation" bezeichnet. Zudem bekräftigte das Aussenministerium in Pjöngjang am Mittwoch, vom Atomprogramm nicht abrücken und dieses beschleunigen zu wollen.

Den USA wurde vorgeworfen, mit "bösartigen Mitteln und Methoden" den Sanktionsbeschluss eingefädelt zu haben, um den Untergang Nordkoreas herbeizuführen. Der UNO-Sicherheitsrat in New York hatte zuvor einstimmig eine Resolution verabschiedet, die die Öllieferungen an Nordkorea deckelt sowie Textilexporte an das Land verbietet.

Nordkorea weise die Resolution kategorisch ab, hiess es den Staatsmedien zufolge in der Erklärung des Ministeriums. Das Land sei entschlossen, seinen bisherigen Weg "in einem rascheren Tempo" weiter zu verfolgen.

Mit den jüngsten Strafmassnahmen bestrafte das höchste UNO-Gremium das isolierte Land für seinen neuerlichen Atomtest am 3. September. Nordkorea hatte nach eigenen Angaben eine Wasserstoffbombe gezündet, mit der Interkontinentalraketen bestückt werden können. Der Test war ein Verstoss gegen bereits bestehende UNO-Resolutionen.

Bereits am Dienstag hatte Nordkorea über Diplomaten die neuen Sanktionen verurteilt. Nordkoreas UNO-Botschafter Han Tae Song drohte bei einer Konferenz in Genf, die USA würden einen "angemessenen Preis" dafür zahlen. US-Präsident Donald Trump wertete die Sanktionen nur als kleinen Schritt. Sie seien nichts im Vergleich dazu, was letztlich geschehen müsse, sagte er. (sda/dpa)

Kommentare
Kommentar zu: Nordkorea will Atomprogramm beschleunigen
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geschrieben am 13.09.2017 16:17 | von Boris Kerzenmacher

Sobald die USA ihre eigene Sicherheit oder die ihrer Verbündeten unmittelbar bedroht sehen, werden sie zuschlagen. Die USA fragen dann zurecht weder die UN noch sonst jemanden um Erlaubnis. Und da Kim Jong-un wohl über Zweitschlagspotenzial verfügt, wird es dann nicht bei einem eher symbolischen Angriff wie in Syrien (GBU-43/B) blieben.
Ein weiteres Problem für Kim Jong-un ist, dass die USA im Moment einen recht impulsiven "Commander-in-Chief" haben.

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