Merkel: Handelsverträge mit Afrika unfair

  • Will Afrika die Hand reichen: Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärt sich vor Nichtregierungsorganisationen.
    Will Afrika die Hand reichen: Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärt sich vor Nichtregierungsorganisationen. (KEYSTONE/AP dpa/DANIEL BOCKWOLDT)
19.06.2017 | 21:56

G20 ⋅ Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat einen Teil der EU-Handelsverträge mit Afrika als unfair bezeichnet und eine Neuverhandlung gefordert. Es gebe Handelsverträge mit Afrika, die "nicht richtig" seien, sagte Merkel in Hamburg vor NGO zum G20-Gipfel Anfang Juli.

"Wir werden auf dem EU-Afrika-Gipfel im Herbst noch mal sprechen, wie müssen wir die neu verhandeln", sagte die Kanzlerin am Montagabend. Merkel hatte mehrmals angekündigt, Afrika zu einem Schwerpunkt der deutschen G20-Präsidentschaft zu machen. Vergangene Woche fand eine G20-Afrika-Konferenz in Berlin statt.

Afrikanische Regierungen und Nichtregierungsorganisationen (NGO) beklagen, einige der EU-Handelsverträge förderten keine Entwicklung, sondern vergrösserten die Not auf Europas südlichen Kontinent noch.

Am Sonntag hatte der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller vor einer gigantischen Fluchtbewegung aus Afrika gewarnt. "Wenn wir es nicht schaffen, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, werden in Zukunft bis zu 100 Millionen Menschen Richtung Norden wandern", hatte der CSU-Politiker gesagt. Er gilt als scharfer Kritiker der EU-Handelspolitik gegenüber afrikanischen Ländern. (sda/reu)

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