Kohl wollte keinen Staatsakt in Deutschland

  • Zeichen der Anteilnahme vor Kohls Haustür in Ludwigshafen: Der Altkanzler wollte ausschliesslich mit einem europäischen Staatsakt geehrt werden.
    Zeichen der Anteilnahme vor Kohls Haustür in Ludwigshafen: Der Altkanzler wollte ausschliesslich mit einem europäischen Staatsakt geehrt werden. (KEYSTONE/EPA/MICHAEL DEINES)
19.06.2017 | 01:21

DEUTSCHLAND ⋅ Für Altkanzler Helmut Kohl wird es nach Informationen der "Bild"-Zeitung ausschliesslich einen europäischen Staatsakt in Strassburg geben. Ein weiterer nationaler Staatsakt in Deutschland sei nicht vorgesehen.

Dies sei Kohls ausdrücklicher Wunsch gewesen, schreibt die Zeitung am Montag. Der Altkanzler war am Freitag im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Ludwigshafen-Oggersheim gestorben.

Kohl soll als erste Persönlichkeit in der Geschichte der EU mit einem europäischen Staatsakt geehrt werden. Der genaue Termin und die Details sind nach Angaben der EU-Kommission aber noch offen.

An dem Staatsakt sollen EU-Spitzenvertreter und politische Weggefährten Kohls teilnehmen. Aber auch in Deutschland dürfte es wohl eine grössere Trauerzeremonie geben. Direkt nach den Feierlichkeiten in Strassburg sei im Dom zu Speyer in Rheinland-Pfalz eine Totenmesse geplant, hatte die "Bild am Sonntag" geschrieben. (sda/dpa)

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